
Eine zauberhafte Geschichte über Igel
Uebersetzung meiner Version auf Russisch von Silvia Schneider, Bern, Schweiz 27.01.2026
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In einem kleinen Dorf nahe eines Teiches lebte ein liebenswürdiger Hauseigentümer. Eines Tages kaufte er eine Gummimatte, welche mit drei witzigen Igeln bestickt war – einem Grossen, einem Mittleren und einem Kleinen. Er platzierte die Matte in seinem Korridor im Inneren seines Hauses. In diesem Jahr war der Garten des Besitzers randvoll mit Gemüse und Früchten. Anfangs September begann er Äpfel zu ernten - glänzend Rote und Gelbe verschiedener Sorten. Eines Abends hatte er einen Korb voller rosiger Äpfel geerntet und heimgetragen. Ein Apfel fiel zufällig genau auf die Igelmatte. Der Besitzer fühlte sich ein bisschen zu schwerfällig zum Auflesen des Apfels und er dachte «Egal, ich werde dies morgen tun». Aber am nächsten Morgen war der Apfel weg von der Matte. Wohin könnte er gegangen sein? Am folgenden Tag fiel ihm versehentlich ein weiterer reifer gelber Apfel im Korridor zu Boden und wieder war dieser am nächsten Morgen verschwunden. Am nächsten Abend liess der Besitzer absichtlich einen reifen Apfel auf der Matte liegen, doch am nächsten Morgen fehlte auch dieser Apfel. Neugierig und ein wenig ratlos entschied er sich, nachts einen goldenen Apfel auf der Matte liegenzulassen. Er liess das Licht im Korridor an und beobachtete, was da bei ihm geschah. Um Mitternacht sah er zu seiner Überraschung drei Igel von der Matte krabbeln und sich dem Apfel zu nähern. Sie flüsterten miteinander und in der Stille der Nacht konnte der Besitzer ihr Gespräch belauschen:
«Was für einen liebenswürdigen Herr wir haben!»
«Ja, liebenswürdig und gut. Er füttert uns, lässt uns Äpfel liegen».
«Wir sollten ihm auf irgendeine Art danken. Einer von euch geht in den Wald, um wildlebende Igel zu finden und diese zu fragen für einen guten Pilz. Und du, kleiner Igel, krabble zum Hügel hinauf wo die Gnomen leben und frage sie für einige getrocknete Beeren. All dies wollen wir dem Besitzer geben», - sagte der älteste Igel.
Des Morgens lag auf der Matte ein kräftiger Röhrenpilz und ein kleines Paket mit getrockneten Beeren.
Seitdem wurde es ihre Tradition: abends legte der Hauseigentümer einen Apfel auf die Matte, ein Stück Brot oder eine Karotte; morgens lag ein Pilz, eine Heilwurzel oder eine kleine Tüte mit Nüssen darauf.
Der Besitzer nahm die Matte vom Boden weg und befestigte sie an der Wand des Korridors, genau auf Fussbodenhöhe – so konnten die Igel mühelos von den Matte krabbeln und sicher auf dem Korridorboden landen ohne Stufen überwinden zu müssen.
Und bestimmt ist es so, wie die Menschen sagen: wenn Du Gutes tust für jemanden, wird diese Herzensgüte zu dir zurück kommen…
Es ist wahr – wirklich wahr.