Der Seelsorger eines Klosters sagte stets, daß Abt Johannes so viel gebetet habe, daß er sich nicht mehr sorgen müsse - seine Leidenschaften seien besiegt worden.
Dieser Ausspruch kam einem der weisen Männer im Kloster Sceta zu Ohren, der seine Novizen nach dem Abendessen zusammenrief.
»Ihr habt gehört, daß Abt Johannes keinen Versuchungen mehr widerstehen muß«, sagte er. »Fehlt aber der Kampf, wird die Seele schwach. Daher laßt uns den Herrn bitten, Abt Johannes eine mächtige Versuchung zu schicken. Und wenn er ihr widersteht, laßt uns um eine weitere und noch eine weitere bitten. Und wenn er erneut gegen die Versuchungen kämpft, laßt uns beten, daß er niemals mehr sagt: >Herr, nimm diesen Dämon von mir.< Laßt uns darum beten, daß er bittet: >Herr, gib mir Kraft, das Böse zu überwinden<«