Festgehext!

(крепко приколдованные)


1 Der Rabe Abraxas war ein eingefleischter Junggeselle (был закоренелый холостяк; eingefleischt– вошедший в плоть и кровь, dasFleisch– мясо; плоть). Er pflegte zu sagen (он имел привычку говорить; pflegen + zu + inf):

2 „Als Junggeselle lebt man (холостяком жить) bei weitem (гораздо) bequemer (удобнее; bequem). Erstens (во-первых) braucht man kein Nest zu bauen (не нужно строить никакого гнезда). Zweitens (во-вторых) braucht man sich nicht mit einer Frau herumzuärgern (не нужно вечно ссориться с женой; sich herumärgern; sichärgern– сердиться). Und drittens (и в-третьих) bleibt es einem erspart (ты избавлен от того: «тебе оставляет сэкономленным, сбереженным»; jemandem etwas ersparen – избавитького-либоотчего-либо), dass man Jahr um Jahr für ein halbes Dutzend hungriger Rabenkinder sorgen muss (чтобы тебе нужно = от необходимости год за годом заботиться о полдюжине голодных воронят; sorgen /für/). Zuerst fressen sie einen arm (сначала они объедают /тебя/; jemanden arm fressen; arm – бедный) und dann fliegen sie sowieso ihrer Wege (а потом все равно летят своей дорогой: «своими путями»). Ich weiß das von meinen Geschwistern (я знаю это от моих братьев и сестер), die alle seit langem verheiratet sind (которые все уже давно женаты), und ich möchte mit keinem von ihnen tauschen (и я не хотел бы ни с кем из них поменяться /местами/)."

3 Der Lieblingsbruder (любимого брата) des Raben Abraxas hieß Kräx (звали Крэкс; heißen-hieß-geheißen). Er hatte sein Nest auf der alten Ulme (у него было свое гнездо на старом вязе) am Ufer des Entenweihers (на берегу утиного пруда; das Ufer; die Ente – утка, der Weiher – пруд) im Nachbardorf (в соседней деревне; der Nachbar – сосед, das Dorf). Ihn besuchte Abraxas einmal in jedem Jahr (посещал его один раз в год: «в каждый год») und zwar (а именно) in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten (в период = в промежуток времени между Пасхой и Троицей). Dann hatte seine Schwägerin die neuen Eier zwar schon gelegt (тогда = к этому времени его невестка хотя уже и откложила новые яйца; das Ei), aber sie hatte sie noch nicht ausgebrütet (но еще их не высидела). Da brauchte Abraxas nicht zu befürchten (тут Абраксасу не нужно было опасаться), dass er dem Bruder und seiner Schwägerin helfen musste (что он брату и своей невестке должен будет помогать), ihre gefräßigen Rabenküken zu füttern (кормить их прожорливых птенцов: «цыплят воронов»; fressen-fraß-gefressen – жрать; das Küken – цыпленок).

4 Als er diesmal von seinem Besuch bei Kräxens zurückkehrte (когда он в этот раз вернулся после посещения Крэксов), merkte es ihm die kleine Hexe von weitem an (заметила по нему /уже/ издали; jemandem etwas anmerken), dass etwas nicht stimmte (что что-то не в порядке; stimmen – бытьверным, правильным). Sie fragte ihn: „Ist deinem Bruder Kräx etwas zugestoßen (с твоим братом что-то случилось)?" „Glücklicherweise noch nicht (к счастью: «счастливым образом» еще нет; das Glück – счастье, die Weise – способ)", antwortete Abraxas. „Aber mein Bruder und seine Frau (но мой брат и его жена) sind in großer Sorge (в большой тревоге = очень беспокоятся; in Sorge sein; die Sorge – забота). Es strolchen dort in der Gegend seit einigen Tagen zwei Jungen herum (там в /их/ районе /уже/ несколько дней шатаются двое мальчишек; herumstrolchen; der Strolch – бродяга, босяк), die steigen auf alle Bäume (которые взбираются = залезают на все деревья) und heben die Nester aus (и разоряют гнезда; das Nest – гнездо, ausheben). Vorgestern (позавчера) haben sie ein Amselnest ausgeplündert (они разграбили гнездо черного дрозда; die Amsel) und gestern das Nest eines Elsternpaares (а вчера – гнездо /семейной/ пары сорок; die Elster – сорока). Die Eier haben sie eingesteckt (яйца они стащили: «сунули себе /в карманы/») und die Nester haben sie in den Entenweiher geworfen (а гнезда /с/бросили в утиный пруд; werfen-warf-geworfen – бросать). Mein Bruder Kräx ist verzweifelt (мой брат в отчаянии; verzweifeln – отчаиваться, verzweifelt – отчаявшийся). Wenn das so weitergeht (если так пойдет дальше), wird auch sein eigenes Nest über kurz oder lang an die Reihe kommen (то рано или поздно наступит очередь и его гнезда; über kurz oder lang – раноилипоздно; an die Reihe kommen – наступиточередь, die Reihe – ряд, очередь)."

5 Da sagte die kleine Hexe: „Dein Bruder Kräx braucht sich nicht zu fürchten (твоему брату не нужно опасаться). Fliege zurück (лети обратно) und bestelle ihm einen Gruß von mir (и передай ему привет от меня). Wenn die Jungen zu ihm auf die Ulme steigen (если мальчишки полезут к нему на вяз), dann soll er hierher eilen (в таком случае он должен поспешить сюда) und es mir sagen (и сказать мне об этом). Ich werde ihm diese Tunichtgute vom Leib schaffen (я сделаю, чтобы эти шалопаи от него отстали)!"

6 „Willst du das wirklich tun (ты действительно хочешь это сделать)?", rief Abraxas. „ Du bist eine gute Hexe, da sieht man's wieder (тут это снова видно)! Die Oberhexe wird an dir Freude haben (главная ведьма будет тобой довольна; die Freude – радость)! Ich fliege sofort zu Kräxens (я немедленно лечу к Крэксам) und richte es ihnen aus (и передам это им; ausrichten)!"

7 Es vergingen nun einige Tage (теперь прошло несколько дней; vergehen), ohne dass etwas geschah (но ничего не произошло: «без того, чтобы что-либо случилось»; geschehen-geschah-geschehen) und die kleine Hexe dachte schon längst nicht mehr (уже давно не думала больше) an die beiden Nesträuber (об обоих разорителях гнезд; das Nest – гнездо, der Räuber – разбойник). Aber eines Nachmittags (но /как-то/ во второй половине дня) gegen Ende der Woche (в конце недели) kam Bruder Kräx atemlos angeflattert (запыхавшись, прилетел брат Крэкс; der Atem – дыхание, -los – без, лишенный; anflattern – подлететьпорхая).

8 „Sie sind da, sie sind da (они там)!", krächzte er schon von weitem (прокаркал он уже издалека). „Komm schnell (идем быстро), kleine Hexe, bevor es zu spät ist (пока не слишком поздно)!"

9 Die kleine Hexe war eben dabei gewesen, Kaffee zu mahlen (маленькая ведьма как раз молола кофе: «была при том, что молола кофе»; der Kaffee; sein-war-gewesen). Sie stellte nun gleich die Kaffeemühle auf den Küchentisch (и вот она немедленно поставила кофейную мельницу на кухонный стол; die Mühle), rannte nach ihrem Besen (побежала за своей метлой; rennen-rannte-gerannt) und sauste mit Windeseile zum Entenweiher (и помчалась с быстротой молнии к утиному пруду; die Windeseile, der Wind – ветер, die Eile – спешка). Die Brüder Kräx und Abraxas vermochten ihr kaum zu folgen (были почти не в состоянии следовать за ней; vermögen – бытьвсостоянии; mögen-mochte-gemocht – мочь), so schnell ging das über den Wald hin (так быстро неслись над лесом).


1 Der Rabe Abraxas war ein eingefleischter Junggeselle. Er pflegte zu sagen:

2 „Als Junggeselle lebt man bei weitem bequemer. Erstens braucht man kein Nest zu bauen. Zweitens braucht man sich nicht mit einer Frau herumzuärgern. Und drittens bleibt es einem erspart, dass man Jahr um Jahr für ein halbes Dutzend hungriger Rabenkinder sorgen muss. Zuerst fressen sie einen arm und dann fliegen sie sowieso ihrer Wege. Ich weiß das von meinen Geschwistern, die alle seit langem verheiratet sind, und ich möchte mit keinem von ihnen tauschen."

3 Der Lieblingsbruder des Raben Abraxas hieß Kräx. Er hatte sein Nest auf der alten Ulme am Ufer des Entenweihers im Nachbardorf. Ihn besuchte Abraxas einmal in jedem Jahr und zwar in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten. Dann hatte seine Schwägerin die neuen Eier zwar schon gelegt, aber sie hatte sie noch nicht ausgebrütet. Da brauchte Abraxas nicht zu befürchten, dass er dem Bruder und seiner Schwägerin helfen musste, ihre gefräßigen Rabenküken zu füttern.

4 Als er diesmal von seinem Besuch bei Kräxens zurückkehrte, merkte es ihm die kleine Hexe von weitem an, dass etwas nicht stimmte. Sie fragte ihn: „Ist deinem Bruder Kräx etwas zugestoßen?" „Glücklicherweise noch nicht", antwortete Abraxas. „Aber mein Bruder und seine Frau sind in großer Sorge. Es strolchen dort in der Gegend seit einigenTagen zwei Jungen herum, die steigen auf alle Bäume und heben die Nester aus. Vorgestern haben sie ein Amselnest ausgeplündert und gestern das Nest eines Elsternpaares. Die Eier haben sie eingesteckt und die Nester haben sie in den Entenweiher geworfen. Mein Bruder Kräx ist verzweifelt. Wenn das so weitergeht, wird auch sein eigenes Nest über kurz oder lang an die Reihe kommen."

5 Da sagte die kleine Hexe: „Dein Bruder Kräx braucht sich nicht zu fürchten. Fliege zurück und bestelle ihm einen Gruß von mir. Wenn die Jungen zu ihm auf die Ulme steigen, dann soll er hierher eilen und es mir sagen. Ich werde ihm diese Tunichtgute vom Leib schaffen!"

6 „Willst du das wirklich tun?", rief Abraxas. „ Du bist eine gute Hexe, da sieht man's wieder! Die Oberhexe wird an dir Freude haben! Ich fliege sofort zu Kräxens und richte es ihnen aus!"

7 Es vergingen nun einige Tage, ohne dass etwas geschah und die kleine Hexe dachte schon längst nicht mehr an die beiden Nesträuber. Aber eines Nachmittags gegen Ende der Woche kam Bruder Kräx atemlos angeflattert.

8 „Sie sind da, sie sind da!", krächzte er schon von weitem. „Komm schnell, kleine Hexe, bevor es zu spät ist!"

9 Die kleine Hexe war eben dabei gewesen, Kaffee zu mahlen. Sie stellte nun gleich die Kaffeemühle auf den Küchentisch, rannte nach ihrem Besen und sauste mit Windeseile zum Entenweiher. Die Brüder Kräx und Abraxas vermochten ihr kaum zu folgen, so schnell ging das über den Wald hin.


1 Die beiden Jungen waren inzwischen (находились, между тем) schon hoch auf der alten Ulme (уже высоко на старом вязе). Sie konnten das Rabennest fast erreichen (они могли почти достать до вороньего гнезда). Die Kräxin hockte auf ihren Eiern (Крэксиха сидела на своих яйцах) und zeterte (и вопила, причитала).

2 „Heda (эй), ihr zwei (вы двое)!", rief die kleine Hexe (крикнула маленькая ведьма; rufen-rief-gerufen). „Was macht ihr da (что вы там делаете)? Kommt herunter (спускайтесь; herunterkommen)!"

3 Die beiden erschraken (оба испугались; erschrecken-erschrak-erschroken). Dann sahen sie aber (потом, однако, они увидели; sehen-sah-gesehen), dass nur ein altes Weiblein nach ihnen gerufen hatte (что на них кричит только /какая-то/ старая женщина, старушка). Da steckte der eine Bengel der kleinen Hexe die Zunge heraus (тогда один мальчишка показал: «высунул» маленькой ведьме язык; der Bengel – мальчишка, озорник; herausstecken – высовывать), und der andere drehte ihr eine lange Nase (а другой – показал: «покрутил» ей длинный нос).

4 „Ich sage euch (я говорю вам), kommt herunter (спускайтесь)!", drohte die kleine Hexe (пригрозила маленькая ведьма), „sonst setzt's was (иначе вам достанется; es setzt (et)was! – ну, держись! /угроза/)!"

5 Die Jungen lachten sie aber nur aus (мальчишки же только посмеялись над ней; auslachen – высмеять) und der eine entgegnete frech (а один нахально возразил): „Komm doch rauf (поднимайся же; aufkommen), wenn du kannst (если можешь)! Wir bleiben hier oben sitzen (мы останемся сидеть здесь наверху), so lange wir Lust haben (пока нам хочется: «у нас есть желание»; die Lust). Bäh (бе)!"

6 „Also gut (ну ладно)!", rief die kleine Hexe, „von mir aus (мне все равно, пожалуйста) bleibt oben (оставайтесь наверху)!"

7 Sie hexte die beiden Nesträuber fest (она приколдовала обоих разорителей гнезд; festhexen; fest – крепко). Da konnten sie weder vorwärts noch rückwärts klettern (тут /уж/ они не могли лезть: «карабкаться» ни вперед, ни назад; weder … noch – ни... ни). Sie blieben dort kleben (они приклеились там; bleiben-blieb-geblieben – оставаться; kleben – клеить), wo sie gerade saßen (где они как раз сидели; sitzen-saß-gesessen; gerade – прямой; какраз), als wären sie angewachsen (как-будто приросли; anwachsen; wachsen-wuchs-gewachsen – расти).

8 Nun fielen Abraxas und das Ehepaar Kräx mit den Schnäbeln und Krallen über die beiden her (теперь обрушились на обоих Абраксас и супруги Крэкс клювами и когтями; der Schnabel – клюв; die Kralle – коготь; herfallen, fallen-fiel-gefallen – падать). Sie zwickten (они щипали) und hackten (клевали) und kratzten sie (и царапали их), dass an den Jungen kein heiler Fleck blieb (чтобы на мальчишках не осталось целого, здорового пятна = не осталось живого места; der Fleck – пятно; bleiben-blieb-geblieben). Da fingen die Eierdiebe in ihrer Verzweiflung zu schreien an (тут похитители яиц в отчаянии начали кричать; anfangen – начинать, fangen-fing-gefangen – ловить; der Eierdieb, die Eier – яйца, der Dieb – вор; verzweifeln – отчаиваться, zweifeln – сомневаться); und sie schrien so laut und erbärmlich um Hilfe (и звали на помощь так громко и жалобно; schreien um Hilfe, die Hilfe – помощь, schreien-schrie-geschrien – кричать), dass auf den Lärm hin (что на шум) das halbe Dorf an dem Entenweiher zusammenlief (сбежалось туда, к утиному пруду, полдеревни; zusammenlaufen, laufen-lief-gelaufen – бежать).

9 „Um Himmels willen (ради Бога: «ради неба»), was gibt es denn (что же происходит: «что же имеется»)?", fragten die Leute erschrocken (спрашивали люди испуганно; erschrecken-erschrak-erschrocken – испугаться). – „Ach, seht mal (смотрите-ка), das ist ja der Schneider-Fritz (это же сын портного Фриц) und der Schuster-Sepp (и сын сапожника Зепп)! Wollten die etwa das Rabennest ausnehmen (может быть они хотели разорить воронье гнездо)? Na, das geschieht ihnen recht (ну, так им и надо: «это совершается им правильно»; geschehen)! Wohl bekomm's ihnen (поделом им)! Warum müssen sie auch (почему, в самом деле, они должны = им понадобилось) auf die Bäume steigen (влезать на деревья) und Eier stehlen (и воровать яйца)?"

10 Kein Mensch hatte Mitleid mit ihnen (никакой человек = никто не посочувствовал им; das Mitleid – сострадание, Mitleid mit jemandem haben). Den Leuten erschien es nur sonderbar (людям только показалось странным; erscheinen-erschien-erschienen), dass der Fritz und der Sepp nicht Reißaus nahmen (что Фриц и Зепп не пустились наутек; Reißaus nehmen, nehmen-nahm-genommen). Selbst als die Raben endlich von ihnen abließen (даже когда вороны, наконец, их оставили в покое; ablassen, lassen-ließ-gelassen), blieben sie oben hocken (они остались сидеть наверху).

11 „So kommt doch herunter (так спускайтесь же; herunterkommen), ihr beiden Helden (вы, оба героя; der Held)!", riefen die Leute.

12 „Wir können nicht (мы не можем)!", jammerte Schusters Sepp (жаловался сапожников Зепп) und der Schneider-Fritz heulte (рыдал портновский Фриц): „Hu-huuuh, wir sind festgewachsen (мы приросли)! Es geht nicht (не получается)!"

13 Das Ende vom Lied war (кончилось тем: «концом песни было; das Lied), dass die Feuerwehr ausrücken musste (что пришлось выезжать пожарной команде). Die Feuerwehrleute legten die große Leiter an (пожарные приставили большую лестницу; anlegen) und holten die beiden Tropfe herunter (и достали сверху обоих горемык; herunterholen; der Tropf – простофиля). Das glückte der Feuerwehr freilich nur (это пожарным удалось, конечно, только), weil die kleine Hexe (потому что маленькая ведьма) den Fritz und den Sepp gerade im rechten Augenblick (Фрица и Зеппа как раз в подходящий = нужный момент) wieder losgehext hatte (снова расколдовала).


1 Die beiden Jungen waren inzwischen schon hoch auf der alten Ulme. Sie konnten das Rabennest fast erreichen. Die Kräxin hockte auf ihren Eiern und zeterte.

2 „Heda, ihr zwei!", rief die kleine Hexe. „Was macht ihr da? Kommt herunter!"

3 Die beiden erschraken. Dann sahen sie aber, dass nur ein altes Weiblein nach ihnen gerufen hatte. Da steckte der eine Bengel der kleinen Hexe die Zunge heraus, und der andere drehte ihr eine lange Nase.

4 „Ich sage euch, kommt herunter!", drohte die kleine Hexe, „sonst setzt's was!"

5 Die Jungen lachten sie aber nur aus und der eine entgegnete frech: „Komm doch rauf, wenn du kannst! Wir bleiben hier oben sitzen, so lange wir Lust haben. Bäh!"

6 „Also gut!", rief die kleine Hexe, „von mir aus bleibtoben!"

7 Sie hexte die beiden Nesträuber fest. Da konnten sie weder vorwärts noch rückwärts klettern. Sie blieben dort kleben, wo sie gerade saßen, als wären sie angewachsen.

8 Nun fielen Abraxas und das Ehepaar Kräx mit den Schnäbeln und Krallen über die beiden her. Sie zwickten und hackten und kratzten sie, dass an den Jungen kein heiler Fleck blieb. Da fingen die Eierdiebe in ihrer Verzweiflung zu schreien an; und sie schrien so laut und erbärmlich um Hilfe, dass auf den Lärm hin das halbe Dorf an dem Entenweiher zusammenlief.

9 „Um Himmels willen, was gibt es denn?", fragten die Leute erschrocken. – „Ach, seht mal, das ist ja der Schneider-Fritz und der Schuster-Sepp! Wollten die etwa das Rabennest ausnehmen? Na, das geschieht ihnen recht! Wohl bekomm's ihnen! Warum müssen sie auch auf die Bäume steigen und Eier stehlen?"

10 Kein Mensch hatte Mitleid mit ihnen. Den Leuten erschien es nur sonderbar, dass der Fritz und der Sepp nicht Reißaus nahmen. Selbst als die Raben endlich von ihnen abließen, blieben sie oben hocken.

11 „So kommt doch herunter, ihr beiden Helden!", riefen die Leute.

12 „Wir können nicht!", jammerte Schusters Sepp und der Schneider-Fritz heulte: „Hu-huuuh, wir sind festgewachsen! Es geht nicht!"

13 Das Ende vom Lied war, dass die Feuerwehr ausrücken musste. Die Feuerwehrleute legten die große Leiter an und holten die beiden Tropfe herunter. Das glückte der Feuerwehr freilich nur, weil die kleine Hexe den Fritz und den Sepp gerade im rechten Augenblick wieder losgehext hatte.




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