Kapitel 4

22. April, Hôtel du Lac, Genf

Peter Lavell hatte gerade seine zweite Tasse Tee geleert, als ein Ober an seinen Tisch trat und ihn darauf aufmerksam machte, dass soeben ein Fahrer eingetroffen sei und draußen auf ihn warte.

Der Professor sah auf seine Uhr und bewunderte das Timing der Organisatoren. Er hatte am Tag zuvor in großer Eile einen kleinen Koffer gepackt und war der mysteriösen aber anscheinend hochoffiziellen Einladung gefolgt. Am Flughafen in Genf hatte man ihn ausgerufen und ihm an der Information einen Umschlag überreicht. Wieder hatte er nur ein kurzes Anschreiben gefunden. Daneben aber auch eine Reservierung für ein Hotelzimmer in einem der besten Häuser der Stadt samt Magnetkarte, die Vorbestellung in einem Restaurant mit Blick auf den Genfer See sowie eine Theaterkarte. Alle Kosten würden übernommen, hieß es in der beigefügten Notiz, die auch die Bitte enthielt, um 8.30 Uhr abreisebereit im Hotel zu sein.

Peter ließ die Überreste des vorzüglichen Frühstücks zurück und begab sich nach draußen.

»Herr Professor Peter Lavell?« Ein vornehm gekleideter Mann mit weißen Handschuhen kam auf ihn zu.

»Oui, c'est moi.«

»Sie können Deutsch sprechen, Monsieur. Bitte folgen Sie mir, ich fahre Sie zum UN-Gebäude. Wenn Sie mir Ihren Koffer geben möchten?« Er führte den Professor zu einem schwarzen Mercedes mit verdunkelten Scheiben.

Genf war eine wunderbar grüne Stadt. Ihre Lage am See und umringt von den Bergen sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre: gemütlich und nobel zugleich. Peter hatte am Abend auf den Theaterbesuch verzichtet, war zwei Stunden am Seeufer entlangspaziert und hatte die Schwäne und die Yachten bewundert. Man kam sich ein wenig eingeschlossen und abgeschieden vor, fast wie im Urlaub. Aber dann wiederum waren alle wichtigen Nationen und internationalen Organisationen von der UNESCO über die WHO bis zur UN hier vertreten, die Stadt war vielerorts geprägt von überaus gepflegten Rasenflächen und blauspiegelnden, verglasten Hochhäusern mit Fahnenmasten, Überwachungskameras und Sicherheitspersonal.

Die Fahrt dauerte nicht lange und endete vor einem eindrucksvollen Bürogebäude, ebenso modern und verspiegelt wie scheinbar alles, was hier in den letzten zehn oder zwanzig Jahren gebaut worden war. Der Fahrer stoppte den Wagen direkt vor dem Eingang, übergab Peter seinen Koffer und führte ihn durch die Drehtüren in den Turm. Das Auto wurde unterdessen von einem ähnlich gekleideten Mann weggefahren.

Sie betraten eine hohe, fast leere Halle, die in dunklem, poliertem Stein gehalten war. Der Fahrer wies sich am Empfang aus und erhielt einen Ausweis, den er dem Professor überreichte.

»Klemmen Sie sich den bitte an Ihre Brusttasche.« Er deutete auf einen Torbogen, neben dem zwei Sicherheitsbeamte standen. Es war offenbar eine Art Metalldetektor wie am Flughafen. »Gehen Sie dann bitte durch die Schleuse und nehmen Sie den Fahrstuhl vier. Er bringt Sie in den dreiundzwanzigsten Stock, wo man Sie erwartet. Einen schönen Tag noch, Herr Professor Lavell.«

»Ja, danke, Ihnen auch.« Mit skeptischem Seitenblick schritt Peter durch den Detektor und an den stämmigen Wachmännern vorbei. Die Tür des Fahrstuhls mit der Nummer vier war bereits geöffnet. Peter suchte die Knöpfe, aber der Aufzug schloss sich bereits und setzte sich so rasant in Bewegung, dass er die Beschleunigung unangenehm im Magen fühlte. Nur wenige Augenblicke später bremste der Fahrstuhl sanft ab, die Tür glitt auf, und eine junge Frau bat ihn, ihr zu folgen. Sie gingen durch einen mit einem weichen, dunkelblauen Teppich bedeckten breiten Flur, gesäumt von modernen Gemälden und einigen durch Halogenstrahler beleuchtete Sockel mit vielfältigen Kunstobjekten. Schließlich gelangten sie in eine Art Foyer, in dem sich eine Gruppe schwarzer Ledersessel und ein Tisch aus Glas und Chrom befanden.

»Bitte warten Sie hier einen Augenblick, möchten Sie etwas trinken, Monsieur?«

Er lehnte dankend ab und setzte sich. Das Ambiente wirkte höchst seriös und professionell. Dennoch fragte er sich seit Stunden immer wieder, worauf das alles hinauslaufen würde. Er hatte schon überlegt, ob seine Vorlesungsreihe oder sein Buch jemandem mit gewichtiger Befugnis, einer höheren Macht, sauer aufgestoßen sein konnte. Nicht, dass ihn das von seiner Meinung oder seiner Arbeit abgehalten hätte oder beunruhigen würde. Aber eigentlich war das Echo seit einem halben Jahr eher bescheiden, und sonderlich provokant waren die letzten Aufsätze auch nicht gewesen. Vielleicht wollte man ihn auch für Lesungen, Diskussionen oder Interviews buchen? Indes bezweifelte er, dass ein Papiertiger der Vereinten Nationen den Gehalt geschweige denn die Tragweite seiner Arbeit verstand oder zu schätzen wusste. In jedem Fall war er der Umgebung angemessen gekleidet. Er trug einen sehr schlichten, anthrazitfarbenen Anzug, den er sich in Italien hatte schneidern lassen, dazu ein Stehkragenhemd im selben Ton und schwarze Schuhe. Krawatten vertrug er nicht, er glaubte immer gleich ersticken zu müssen, und außerdem wirkten sie zu bürokratisch. Die Leute sollten ihm ins Gesicht sehen und nicht auf seinen Schlips.

An der anderen Seite des Tisches saß ein Mann, der den Professor unverblümt beobachtete. Peter schätzte ihn auf Mitte dreißig. Seine Bemühungen, sich herauszuputzen, waren entweder peinlich oder absichtlich fehlgeschlagen. Nicht sehr, aber bemerkbar. Der Dreitagebart war etwas zu lang und wirkte raubeinig, der Schlips war angesteckt, nicht geknotet, und die Schuhe waren zwar geputzt, aber stark abgelaufen. Sein Gesicht war freundlich und sonnengebräunt. Man spürte einen Hauch von Respektlosigkeit in seiner Haltung, nicht zuletzt daran, dass er in offensichtlich bewusster Ermangelung eines Aschenbechers trotzdem rauchte und in den Kübel einer Zimmerpalme aschte.

»Monsieur le Professeur Lavell, Monsieur Nevreux, wenn Sie eintreten möchten.« Eine Tür hatte sich geöffnet, und die junge Frau, die bereits am Fahrstuhl gewartet hatte, winkte die beiden herbei. »Madame de Rosney erwartet Sie, bitte sehr.« Sie führte sie durch eine Art Sekretariat und öffnete ihnen eine weitere Tür am anderen Ende des Raums.

Sie betraten ein großzügiges Büro mit breiter Fensterfront. Den Raum beherrschten ein gewaltiger Mahagonischreibtisch und ein Fahnenständer mit den beiden Flaggen der Vereinten Nationen und Europas. Hinter dem Schreibtisch war eine eindrucksvolle Satellitenkarte Europas angebracht. Eine streng aussehende Frau Ende vierzig mit grauen Haaren, einer modernen Kurzhaarfrisur und einem dunkelblauen Hosenanzug war gerade aufgestanden. Als die beiden Männer herantraten, streckte sie ihnen über den Tisch eine Hand entgegen.

»Es freut mich, dass Sie beide kommen konnten. Bitte setzen Sie sich.« Sie nahm selbst auch wieder Platz und lehnte sich auf ihre Unterarme. Der Schreibtisch war leer bis auf zwei nebeneinander liegende Mappen, die mit einem Band und einer Plombe versiegelt waren. »Zunächst einmal möchte ich mich für die hastigen und für Sie sicherlich äußerst geheimnisvoll erscheinenden Umstände entschuldigen. Ich werde gleich etwas Licht in die Angelegenheit bringen. Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Elaine de Rosney, ich arbeite, wie Sie festgestellt haben, für die Vereinten Nationen. Ich bin Leiterin einer Stabsabteilung und zuständig für Sonderprojekte des Bereichs Altertumsforschung und europäische Kulturgeschichte.« Sie öffnete eine Schublade des Schreibtisches und reichte dem Franzosen einen Aschenbecher. »Sie wissen, dass das Rauchen in diesem Gebäude verboten ist.« Es war keine Frage, sondern eine Feststellung.

»Vielen Dank, dass Sie darauf Rücksicht nehmen«, antwortete der Mann, hielt seine Zigarette in die Höhe und nahm den Aschenbecher entgegen.

»Sie kennen sich beide nicht persönlich, deswegen möchte ich Sie einander kurz vorstellen. Professor Peter Lavell ist Engländer, wohnhaft in Deutschland, Professor für Geschichte mit besonderen Kenntnissen in Mythologie und Anthropologie. Er ist zurzeit im wissenschaftlichen Beirat des Völkerkundemuseums Hamburg tätig sowie als Gastdozent an der Universität der Hansestadt. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Aufsätze, veröffentlichte zuletzt ein Buch zum Thema Langfristige globale Entwicklungskausalität und ist letztes Jahr mit einer Vorlesungsreihe mit dem Titel ›Der Siegeszug der Vernunft – Aberglaube und Rationalität im Wandel der Jahrtausende‹ an internationalen Universitäten, auf Kongressen und Fachtagungen aufgefallen.«

Mit einem leichten Nicken deutete Peter seine Zustimmung an. Seine Vorlesungen als »auffallend« zu bezeichnen, war dabei sehr diplomatisch ausgedrückt. In Wahrheit hatte er mancherorts eine regelrechte Lawine von Diskussionen und Kritik losgetreten.

»Man sagt ihm einen scharfen Verstand nach und die Fähigkeit, langfristige, fachübergreifende geschichtliche Zusammenhänge zu erkennen. Er scheut nicht davor zurück, Dinge auch in scheinbar abwegige und kontroverse Beziehung zu setzen, was sich häufig als korrekt erwiesen hat.«

Peter zweifelte, ob diese Art der Beurteilung notwendig war. Es mochte zwar stimmen, was sie sagte, aber er fragte sich, was die Frau damit bezweckte. Weder wollte er auf irgendeinem Markt angeboten werden, noch hatte er vor, mit dem jungen Kettenraucher in ein besonders enges Verhältnis zu treten. Immerhin würde sie ihn hoffentlich genauso detailliert vorstellen.

Patrick beugte sich zur Seite und streckte die Hand aus. »Freut mich, Sie kennen zu lernen, Herr Professor.«

»Patrick Nevreux ist Franzose«, fuhr die Frau fort, »gelernter Ingenieur. In den letzten Jahren war er zunehmend erfolgreich in der Feldforschung tätig. Mit Fördergeldern der EU und der ESA hat er Sonden und Forschungsroboter entwickelt. Diese setzte er auch in privaten Projekten ein und erkundete so bisher unzugängliche Schächte in Palenque. Außerdem entdeckte er in den Katakomben unter Rom eine frühchristliche Kapelle mit alten Bibelfragmenten.«

Peter sah zu Patrick hinüber, der zufrieden nickte, während er zuhörte. Der Professor hatte von den Entdeckungen selbstverständlich gelesen. Nun saß er neben dem Mann, der sie verantwortete, wenn auch seine Methoden zweifelhaft waren.

»Aufgrund des, ich zitiere ›eigenmächtigen und zweckentfremdeten Einsatzes‹ der ihm zur Verfügung gestellten Gelder und Technologie ist seine Unterstützung eingestellt worden«, fuhr die Frau fort. »Neben seinem außerordentlichen technischen Verständnis und seinem archäologischen Gespür sind seine Flexibilität und sein Ehrgeiz geschätzt. Deshalb gelingt es ihm, stets neue Investoren für seine Projekte zu finden. Zurzeit plant er ein solches in Brasilien.«

»In der Nähe der bolivianischen Grenze, um genau zu sein. Möchten Sie sich beteiligen?«

»Nein, vielen Dank, Monsieur.« Elaine de Rosney stand auf und deutete auf einen Punkt auf der Karte hinter ihr. »Aber nun zu dem Grund Ihrer Anwesenheit hier. Es geht um ein Projekt in Südfrankreich, für das wir Sie beide gewinnen möchten. Es ist allerdings von wissenschaftlicher Brisanz und unterliegt daher absoluter Geheimhaltung, was Sie anhand der NDA, die Sie beide unterzeichnet haben, bereits sicher vermutet haben.

Meine Aufgabe ist es, Ihnen heute so viele Informationen zu geben, wie ich darf, um Sie für eine Mitarbeit zu gewinnen.« Sie deutete auf die beiden Mappen, die vor ihr lagen. »Sollten Sie nicht schon unverzüglich absagen, werden Sie am Ende unseres Gesprächs diese Unterlagen mitnehmen, in denen Sie eine präzise Zusammenfassung aller für Sie relevanten Umstände und Konditionen sowie einen Vertrag finden. Ihnen bleiben dann drei Tage, sich für eine Zusammenarbeit zu entschließen, bevor das Angebot verfällt.«

Patrick machte eine Handbewegung, als wolle er etwas einwenden, und Elaine de Rosney sah ihn fragend an.

»Könnten Sie vielleicht einen Kaffee organisieren?«, fragte er, nur einen Augenblick zu früh, denn gerade schob die Mitarbeiterin aus dem Sekretariat einen Servierwagen mit Kaffee, Tee und Mineralwasser herein.

»Hatte ich ›Ungeduld‹ in meiner Ausführung über Sie vergessen?«, sagte die Projektleiterin mit ironischem Unterton.

»Ich weiß nicht«, gab Patrick lächelnd zurück, »ich habe nicht zugehört. Trotzdem vielen Dank.«

»Ihre besonderen Fähigkeiten werden für die Erforschung eines Fundes benötigt«, erklärte sie nun an beide gewandt. »Zum Teil wurden bereits Vorarbeiten geleistet, alle bisherigen Erkenntnisse erhalten Sie in Form eines ausführlichen Berichts. Für die weiteren Untersuchungen und Recherchen vor Ort steht Ihnen jegliche angemessene Technologie und ein umfangreiches Budget zur Verfügung. Sie werden für das Unternehmen hauptverantwortlich und weitestgehend weisungsbefugt über eventuelle Hilfskräfte sein. Projektstart ist in sieben Tagen, wir gehen von einer Laufzeit von mindestens zwei Monaten aus, sind aber derzeit nicht daran gebunden. Für Ihre Mitarbeit erhalten Sie selbstverständlich eine angemessene Vergütung, die in diesen Unterlagen im Detail ausgeführt ist. Natürlich hat die vertrauliche Natur des Projekts auch Auswirkungen auf Sie und Ihre Arbeit. Ihre Verschwiegenheit wird zeitlich und inhaltlich ausgedehnt und per Vertragsstrafe garantiert werden müssen. Während der Arbeit wird niemand Ihren Aufenthaltsort kennen, alle Arbeitsergebnisse müssen unverzüglich gemeldet werden und bleiben vorläufig Eigentum der UN.«

»Mit anderen Worten, wissenschaftliches Renommee für uns ist nicht zu erwarten«, stellte Peter fest.

»Wir wären die Männer im Hintergrund, Söldner«, stimmte Patrick zu.

»Söldner, Monsieur Nevreux, würde ich es nicht nennen. Aber es geht in erster Linie für Sie um Geld, das stimmt. Vielleicht dauert es Jahre, bis die Ergebnisse mit Ihren Namen veröffentlicht werden, vielleicht geschieht das auch überhaupt nicht. Seien Sie jedoch versichert, dass wir hier über Beträge sprechen, die Ihnen nicht gleichgültig sind. Kosten spielen in diesem Projekt keine Rolle.«

»Keine Rolle?«, fragte Patrick.

»Das sagte ich.«

Peter schenkte sich eine Tasse Tee ein. Langsam fügten sich die Einladung nach Genf und das Gebaren der Projektleiterin in ein gemeinsames Bild. »Bei allem Respekt vor der Macht des Kommerzes, Madame de Rosney, aber für seriöse Wissenschaftler kann das gewiss nicht der einzige Anreiz sein.«

»Nein, Sie haben Recht, Herr Professor. Ich kann mich in Ihre Lage versetzen, und es tut mir aufrichtig leid, Ihnen nur Geld anbieten zu können. Andererseits haben wir Sie nicht zufällig ausgewählt. Das Projekt betrifft Ihr ganz persönliches Interessengebiet, es drängt sich fast schon auf. Wenn Sie auch keine Ergebnisse veröffentlichen dürfen, so werden Sie der Fund und seine Implikationen an einem Nerv treffen, der Sie mehr als reizen wird.«

»Da bin ich aber gespannt.« Peter hob eine Augenbraue, setzte den Tee an und betrachtete die Frau erwartungsvoll.

»Ich kann Ihnen keine Details sagen, nur so viel: Es geht um einen Fund, den wir weder einordnen noch datieren können, der aber allem Anschein nach unser Verständnis über das Wissen und die Technologie unserer Vorfahren revolutionieren wird. Und wenn ich Technologie sage, meine ich weder Faustkeile noch Zahnräder, sondern Technologie.«

Peter nickte leicht überrascht. Elaine de Rosney schien zwar einen Hang zum Dramatischen zu haben, aber wenn auch nur annähernd stimmte, was sie sagte, dann würde es ihn in der Tat brennend interessieren.

»Ist das auch der Grund für die Geheimniskrämerei?«, wollte nun Patrick wissen, während er sich eingehend damit beschäftigte, sein leeres Zuckertütchen zusammenzurollen.

»Sie haben von mir erfahren, was ich Ihnen sagen konnte. Ergebnisse, wie wir sie erwarten, dürften nicht verfrüht und unkanalisiert an die Öffentlichkeit gelangen. Es gibt dafür nicht nur soziologische sondern auch politische Gründe. Das muss Ihnen als Aussage leider reichen.«

»Also gut, die Mappen bekommen wir mit auf den Heimweg, richtig?« Patrick wirkte plötzlich ungeduldig, als habe er das Für und Wider des Angebotes bereits abgewogen.

»Richtig.«

»Um es abzukürzen: Es nützt nichts, Ihnen weitere Fragen zu stellen, was?«

»Alles Weitere müssen Sie den Unterlagen entnehmen. Oder haben Sie noch Fragen, Herr Professor Lavell?«

Er schüttelte den Kopf. »Nein, es sei denn, Sie könnten über die Art der Technologie, von der Sie sprechen, spezifischer werden.«

»Das kann ich leider nicht. Nicht nur, weil es geheim wäre, sondern schon allein deswegen, weil wir nicht in der Lage waren, sie zu untersuchen.« Sie stand auf und überreichte den Männern die Mappen. »Ich hoffe, dass ich Sie beide an Bord begrüßen darf. Denken Sie an die Frist von drei Tagen.«

Sie nahmen die Mappen entgegen. Auf dem Deckel prangte eine schwarze Aufschrift: Projekt: Babylon.


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