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Die Annehmlichkeit, weder Familie noch Gesellschaft zu haben, dieser angenehme Geschmack nach Exil, in dem der Stolz des Exilierten, das vage Unbehagen, fern von daheim zu sein, durch eine unbestimmte Wonne mildert – all dies genieße ich auf meine Weise, gleichgültig. Denn ein Merkmal meiner Geisteshaltung will es, daß die Aufmerksamkeit für unsere Gefühle nicht über Gebühr gepflegt und selbst der Traum von oben herab betrachtet wird, mit dem aristokratischen Bewußtsein, daß er ohne uns nicht Traum sein kann. Dem Traum zuviel Bedeutung beimessen hieße letztlich einer Sache zuviel Bedeutung beimessen, die sich von uns gelöst, sich – soweit sie kann – zur Wirklichkeit aufgeworfen und somit das absolute Anrecht auf unsere Zuvorkommenheit verwirkt hat.


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