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Die Freude am Eigenlob …
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Regenlandschaft
Sie riecht für mich nach Kälte, nach Kummer, nach der Unmöglichkeit aller Wege und jedes geträumten Ideals.
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Frauen machen heute ein solches Aufheben um ihr Äußeres und ihr Gehabe, daß sie den schmerzlichen Eindruck von Vergänglichkeit und Unersetzlichkeit vermitteln …
Ihre […] verschönern sie so farbenprächtig, daß sie weniger Wesen aus Fleisch und Blut gleichen als einer dekorativen Zierde. Friese, Täfelungen, Gemälde – realistisch betrachtet sind sie nicht mehr als …
Das bloße Umlegen eines Schals bedarf heutzutage einer größeren, auf Wirkung bedachten Sorgfalt als früher. Ehemals war der Schal Teil der Kleidung; heute ist er ein Accessoire, das der Intuition eines rein ästhetischen Genusses entspringt.
In unserer Zeit, wo man so begierig mit allem Kunst treibt, entreißt alles dem Bewußten Blütenblätter und ergeht sich […] in ekstatischer Plänkelei.
Flüchtige aus nicht gemalten Gemälden, all diese Frauengestalten … Bisweilen zu detailliert … Manche Profile sind von übertriebener Schärfe, als versuchten sie unwirklich zu erscheinen, so losgelöst sind ihre reinen Linien vom Hintergrund.