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… und eine tiefe, ekelerregende Verachtung für all jene, die für die Menschheit arbeiten, für all jene, die sich für das Vaterland schlagen und ihr Leben für den Fortbestand der Zivilisation geben …

… eine von Ekel erfüllte Verachtung für jene, die nicht erkennen, daß die einzige Wirklichkeit die eigene Seele ist und alles übrige – die Außenwelt und die anderen Menschen – ein unästhetischer Alp, hervorgerufen durch eine Verdauungsstörung des Geistes, wie sie sich in Träumen äußert.

Mein Widerwille gegen jede Anstrengung wird angesichts jeglicher Form unmäßiger Anstrengung zu einem fast gestikulierenden Entsetzen. Der Krieg, die produktive, entschlossene Arbeit, die Unterstützung anderer … all das scheint mir nur mehr das Produkt einer Schamlosigkeit zu sein, […]

Und angesichts der höchsten Wirklichkeit meiner Seele schmeckt mir alles Nützliche und Äußerliche, verglichen mit der unumschränkten, reinen Größe meiner lebendigsten und häufigsten Träume, frivol und banal. Sie sind für mich weit wirklicher.


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