und fröhlich, indem er sich an den ersten Besucher wandte, der noch immer an der Klingel zog. »Seien Sie gegrüßt, Koch!«
Nach der Stimme zu schließen, muß er noch ziemlich jung sein, dachte Raskolnikow.
»Weiß der Teufel; beinahe hätte ich schon das Schloß ge-sprengt«, antwortete Koch. »Aber woher kennen Sie mich denn eigentlich?«
»Na, hören Sie! Ich habe gegen Sie doch vorgestern im ,Gambrinus' hintereinander drei Partien Billard gewonnen!«
»Ah ...«
»Es ist also wirklich niemand zu Hause? Sonderbar. Übri-gens entsetzlich dumm! Wohin kann die Alte denn gegangen sein? Ich habe in Geschäften mit ihr zu sprechen.«
»Auch ich bin in Geschäften hier, Verehrtester!«
»Was sollen wir bloß machen? Heimgehen!? Ach, ach! Und ich hoffte, mir Geld zu verschaffen!« rief der junge Mann.
»Natürlich müssen wir wieder nach Hause gehen, aber wozu hat sie mich erst herbestellt? Die alte Hexe hat mir selber diese Zeit angegeben. Für mich ist das doch ein Umweg. Und wo kann sie sich bloß herumtreiben? Alle Teufel, ich verstehe das nicht. Das ganze Jahr sitzt das Weib zu Hause und ver-sauert, weil sie Schmerzen in den Beinen hat, und plötzlich geht sie bummeln!«
»Sollen wir nicht den Hausknecht fragen?«
»Was denn?«
»Wohin sie gegangen ist und wann sie wiederkommt?«
»Hm ... ach, zum Teufel ... fragen ... Aber sie geht ja sonst nie aus ...« Und noch einmal rüttelte er an der Tür-klinke.
»Zum Henker, da kann man nichts machen; wir müssen wieder heimgehen!«
»Halt!« schrie plötzlich der junge Mann. »Schauen Sie! Sehen Sie nicht, wie die Tür ein wenig klafft, wenn man dar-an zieht?«
»Na und?«
»Folglich ist sie nicht zugesperrt, sondern man hat nur den Riegel vorgeschoben! Hören Sie, wie der Riegel klirrt?«