abgestiegen sei, aber wo, weiß ich nicht; ich habe ihn nicht danach gefragt ...«

»Aber was will er denn Dunjetschka vorschlagen?« fragte Pulcheria Alexandrowna aufgeregt. »Hat er es dir gesagt?«

»Ja.«

»Was ist es?«

»Das werde ich später erzählen.«

Raskolnikow verstummte und wandte sich seinem Tee zu.

Pjotr Petrowitsch zog die Uhr.

»Ich habe noch Geschäfte zu erledigen und werde also nicht länger stören«, erklärte er mit gekränkter Miene und wollte aufstehen.

»Bleiben Sie, Pjotr Petrowitsch«, sagte Dunja. »Sie hatten doch vor, den Abend bei uns zu verbringen. Zudem haben Sie selbst geschrieben, daß Sie etwas mit Mama zu klären wünschten.«

»Sehr wohl, Awdotja Romanowna«, erwiderte Pjotr Pe-trowitsch nachdrücklich und setzte sich wieder auf seinen Stuhl, behielt jedoch den Hut in der Hand. »Ich wollte tatsächlich mit Ihnen sowohl wie mit Ihrer sehr geehrten Frau Mama etwas besprechen, und zwar etwas sehr Wichtiges. Aber ebenso, wie Ihr Bruder sich in meiner Gegenwart nicht über gewisse Vorschläge Herrn Swidrigailows auslassen kann, so will und kann auch ich nicht ... in Gegenwart anderer ... über einige überaus wichtige Punkte mit Ihnen reden. Überdies ist meiner angelegentlichen und sehr dringenden Bitte nicht entsprochen worden ...«

Luschin setzte eine verletzte Miene auf und verstummte voll Würde.

»Ihrer Bitte, daß mein Bruder bei unserer Zusammenkunft nicht zugegen sei, ist einzig auf mein Betreiben hin nicht entsprochen worden«, erklärte Dunja. »Sie schreiben, Sie seien von meinem Bruder beleidigt worden; ich glaube, das muß unverzüglich aufgeklärt werden, und Sie beide müssen sich aussöhnen. Und wenn Rodja Sie wirklich beleidigt hat, muß und wird er Sie um Entschuldigung bitten.«

Pjotr Petrowitsch witterte sofort Morgenluft.

»Gewisse Beleidigungen, Awdotja Romanowna, kann man

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