Statt dessen schickte er einen Diener, der die Adresse dieser Unterkunft hier hatte und uns den Weg zeigte, und er selbst ließ uns ausrichten, daß er uns heute morgen aufsuchen werde. Doch heute morgen traf an seiner Stelle dieses Schreiben hier ein ... am besten, Sie lesen es selbst; es ist ein Punkt darin, der mich sehr beunruhigt ... Sie werden gleich sehen, wel-cher Punkt das ist, und ... Sie müssen mir aufrichtig Ihre Meinung sagen, Dmitrij Prokofjitsch. Sie kennen den Charak-ter Rodjas besser als alle anderen und können mir am ehesten raten. Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Dunjetschka gleich im ersten Augenblick ihre Entscheidung getroffen hat; aber ich ... ich weiß noch nicht, wie ich mich verhalten soll, und ... und ich habe die ganze Zeit nur auf Sie gewartet.«

Rasumichin öffnete den Brief, der das Datum des Vortages trug, und las folgendes:

»Sehr verehrte Pulcheria Alexandrowna, ich habe die Ehre, Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß ich infolge unvorher-gesehener Hindernisse außerstande war, Sie auf dem Bahn-hof zu erwarten, und daß ich Ihnen deshalb einen sehr tüch-tigen Mann schicke. Ebenso muß ich mir morgen vormittag die Ehre eines Wiedersehens mit Ihnen versagen, da mich un-aufschiebbare Geschäfte im Senat festhalten und da ich Ihre Zusammenkunft mit Ihrem Sohn und das Wiedersehen Awdotja Romanownas mit ihrem Bruder nicht stören möchte. Ich werde jedoch die Ehre haben, Sie am morgigen Tage Punkt acht Uhr abends in Ihrem Quartier aufzusuchen und Ihnen meine Aufwartung zu machen, wobei ich die entschiedene und, wie ich betonen muß, dringende Bitte hinzufüge, daß bei unserem gemeinsamen Zusammenkommen Rodion Roma-nowitsch nicht zugegen sei; er hat mich bei meinem gestrigen Krankenbesuch beispiellos und voll Mißachtung beleidigt, und außerdem muß ich mich unter vier Augen mit Ihnen über einen gewissen Punkt aussprechen, über den ich Ihre eigene Ansicht zu hören wünsche. Gleichzeitig habe ich die Ehre, Sie im voraus darauf aufmerksam zu machen, daß ich, sollte ich entgegen meiner Bitte Rodion Romanowitsch bei Ihnen vorfinden, genötigt wäre, mich unverzüglich zu

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