er in der letzten Zeit überhaupt keine Anstellung mehr ge-habt. Mit einem Wort, eine gewisse Hoffnung hätte wohl bestanden, aber nur eine sehr vage Hoffnung, weil genau-genommen keinerlei Recht auf eine Unterstützung vorliegt, sondern im Gegenteil ... Und sie hat schon an eine Pension gedacht, hehehe! Eine flinke Dame!«

»Ja, mein Herr, an eine Pension ... weil sie leichtgläubig und gut ist und in ihrer Güte alles glaubt und ... und ... und ... weil ihr Verstand ... ja ... entschuldigen Sie, mein Herr«, erwiderte Sonja und stand abermals auf, um wegzu-gehen.

»Erlauben Sie, Sie haben mich nicht zu Ende sprechen lassen.«

»Gewiß, ich habe Sie nicht zu Ende sprechen lassen«, mur-melte Sonja.

»So setzen Sie sich doch!«

Sonja war furchtbar verlegen und setzte sich zum dritten-mal.

»Im Hinblick darauf, wie entsetzlich ihre Lage mit den unglücklichen Kindern ist, möchte ich ihr – wie schon gesagt - helfen, soweit es meine Kräfte zulassen, mehr nicht. Man könnte zum Beispiel für Katerina Iwanowna eine Samm-lung veranstalten oder eine Art Lotterie ... oder sonst etwas dieser Art, wie das in ähnlichen Fällen von Seiten Naheste-hender oder auch Fremder, die helfen wollen, immer geschieht. Davon wollte ich Ihnen Mitteilung machen. Das könnte man versuchen.«

»Ja, mein Herr, das wäre gut ... Gott soll es Ihnen ...« lispelte Sonja, während sie Pjotr Petrowitsch unverwandt ansah.

»Das kann man versuchen, aber ... damit wollen wir uns später befassen ... das heißt, wir könnten es auch heute schon in die Wege leiten. Heute abend wollen wir uns noch einmal zusammensetzen und die Sache besprechen und sozu-sagen einen Anfang machen. Kommen Sie also gegen sieben Uhr wieder hierher. Andrej Semjonowitsch wird, wie ich hoffe, ebenfalls an unserem Gespräch teilnehmen ... Aber da gibt es einen Umstand, den wir vorher noch eingehend

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