Ilja Petrowitsch hatte sich gesetzt und stöberte in einem Stoß Akten. Vor ihm stand jener Mann, der mit ihm, Ras-kolnikow, eben erst auf der Treppe zusammengestoßen war.
»Ah! Ah! Da sind Sie ja noch einmal! Haben Sie etwas vergessen? ... Aber was ist denn mit Ihnen?«
Mit bleichen Lippen und starrem Blick trat Raskolnikow still auf ihn zu. Er ging an den Tisch, stützte sich mit der Hand darauf und wollte etwas sagen, vermochte es aber nicht; man hörte nur ein paar abgerissene Laute.
»Ihnen ist schlecht! Einen Stuhl! Hier, setzen Sie sich, set-zen Sie sich! Wasser!«
Raskolnikow ließ sich auf den Stuhl fallen, wandte aber keinen Blick von dem Gesicht Ilja Petrowitschs. Ilja Petro-witsch war sehr erstaunt und einigermaßen unangenehm be-rührt. Beide sahen einander eine Minute lang an und war-teten. Man brachte Wasser.
»Ich habe ...« begann Raskolnikow.
»Trinken Sie!«
Raskolnikow schob mit der Hand das Glas zurück und sprach leise und mit großen Pausen, aber deutlich vernehm-bar: »Ich habe damals die alte Beamtenwitwe und ihre Schwester Lisaweta mit dem Beil erschlagen und beraubt.«
Ilja Petrowitsch riß den Mund auf. Von allen Seiten liefen Leute herbei.
Raskolnikow wiederholte seine Aussage.
- 680 -