schon in ihm steckt – und dann noch ein solcher Verdacht! Und das alles muß einem reizbaren Hypochonder passieren! Bei seiner wahnsinnigen, abnormen Eitelkeit! Vielleicht hat hier die Krankheit ihren Ursprung! Na, hol's der Teu-fel . . . Nebenbei bemerkt ist dieser Sametow wirklich ein netter Junge, nur ... hm ... war es nicht gerade notwendig, daß er das gestern erzählt hat. Ein schrecklicher Schwätzer!«
»Aber wem hat er es denn erzählt? Doch nur dir und mir!«
»Und Porfirij!«
»Nun, und was ist dabei, wenn er es auch Porfirij erzählt hat?«
»Hast du übrigens irgendwelchen Einfluß auf die beiden, auf seine Mutter und seine Schwester? Sie sollen heute recht vorsichtig mit ihm umgehen ...«
»Dazu werden sie wohl bereit sein!« antwortete Rasumi-chin unwillig.
»Und warum ist er über diesen Luschin so hergefallen? Der Mann hat vermutlich Geld und ist ihr anscheinend nicht zu-wider ... Sie besitzen doch keinen Knopf, nicht wahr?«
»Was du nicht alles wissen willst!« rief Rasumichin verär-gert. »Woher soll ich denn wissen, ob sie einen Knopf haben oder nicht? Frag sie selber, dann wirst du's vielleicht erfah-ren ...«
»Oh, wie dumm du manchmal bist! In dir steckt noch der ganze Suff von gestern ... Auf Wiedersehen; richte Praskowja Pawlowna meinen Dank für das Nachtlager aus. Sie hat sich eingeschlossen; auf mein bon jour, das ich ihr durch die Tür zurief, gab sie keine Antwort; dabei ist sie schon um sieben aufgestanden, und über den Flur wurde ihr aus der Küche Tee gebracht ... Ich wurde nicht für würdig befunden, ihr Antlitz zu schauen ...«
Pünktlich um neun erschien Rasumichin in Bakalejews Gast-hof. Beide Damen hatten schon lange voll krankhafter Unge-duld auf ihn gewartet. Sie waren bereits um sieben Uhr oder vielleicht noch früher aufgestanden. Finster wie die Nacht trat er ein und verbeugte sich ungeschickt, weswegen er so-gleich wütend wurde – natürlich auf sich selber. Er hatte aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Pulcheria Alexandrow-